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Cottbusverkehr testet Elektroauto der Stadtwerke

Ab sofort testet die Cottbusverkehr GmbH ein Elektroauto der Cottbuser Stadtwerke. Für die Dauer von zehn Tagen wird der umweltfreundliche BMWi3 den internen Fuhrpark des Unternehmens teilweise ersetzen und während der Dienstfahrten der Cottbusverkehr-Mitarbeiter im Einsatz sein. „In den Jahren 2015 und 2016 haben wir bereits Elektrobusse testweise auf die Strecke geschickt. Nun wollen wir zum ersten Mal den Einsatz elektrisch betriebener Dienstfahrzeuge testen“, sagt Cottbusverkehr Geschäftsführer Ralf Thalmann. „Unsere Straßenbahnen rollen seit über einhundert Jahren elektromobil durch die Stadt. Da liegt es nahe, auch den sonstigen Fuhrpark nach und nach durch emissionsarme, umweltfreundliche Antriebstechnologien zu ersetzen“, ergänzt er.

 

Die Elektroautos der Cottbuser Stadtwerke

Für die Cottbuser Stadtwerke und ihre Tochtergesellschaften hat das elektromobile Zeitalter bereits vor mehr als fünf Jahren begonnen. So gehören inzwischen drei BMWi3 zum Fuhrpark des Energielieferanten – genauso, wie 10 E-Bikes, die rege für Dienstfahrten genutzt werden. Ralph Grohmann, Leiter Vertrieb, sagt dazu: „E-Mobilität ist für die Stadtwerke Cottbus nicht nur ein internes Thema. Indem wir Fahrzeuge und Ladeverhalten selbst intensiv testen, können wir unsere Kunden aus eigener Erfahrung beraten und bei der Anschaffung von Ladepunkten für ihre E-Autos unterstützen. Selbstverständlich stellen wir auch die Energie dafür bereit“. Doch das Engagement der Stadtwerke geht sogar noch einen großen Schritt weiter. Das Unternehmen beschäftigt sich auch mit der Erarbeitung eines Standortkonzeptes für Ladesäulen im innerstädtischen Netzgebiet Cottbus. „Wir analysieren derzeit unser Netz in Cottbus und definieren Kriterien für öffentliche Ladepunkte. Daraus ableitend identifizieren wir geeignete Standorte, um im nächsten Schritt sukzessive Ladesäulen installieren zu können – immer in Abhängigkeit von der tatsächlichen Nachfrage“, erklärt Jens Schober, Geschäftsführer der Netzgesellschaft der Stadtwerke. Ein Thema, das auch für die Cottbusverkehr GmbH zunehmend an Bedeutung gewinnt. So soll zukünftig auch auf dem Betriebshof des Verkehrsunternehmens eine Ladesäule für Elektroautos installiert werden. Außerdem werden am zentralen Verkehrsknoten am Hauptbahnhof die Voraussetzungen zur Installation eines öffentlichen Ladepunktes geschaffen.

 

Ein innovatives Projekt – Testbetriebe elektrischer Antriebe in Cottbus

Die derzeitige Testphase elektrischer Antriebe ist bereits die dritte, die Cottbusverkehr durchführt. Sie ist durch die Mitwirkung des Unternehmens im Kommunalen Energienetzwerk Cottbus (KEN Cottbus) entstanden. Im KEN Cottbus arbeiten alle Mehrheitsbeteiligungen und Eigenbetriebe der Stadt mit dem Ziel, gemeinsam die Energiekosten zu senken, Transparenz im Energieverbrauch herzustellen, Förderprogramme optimal zu nutzen und vom Erfahrungsaustausch zu profitieren, zusammen. Das im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Cottbus leihweise zur Verfügung gestellte Elektroauto wird auf dem Betriebshof des Verkehrsbetriebes in Schmellwitz stationiert. Hier erfolgt auch das Aufladen des Fahrzeugs.

Die ersten beiden Testphasen, in den Elektrobusse zum Einsatz kamen, fanden im Juni 2015 und im Februar 2016 statt. Ziel der vorangegangenen Projekte, welche wissenschaftlich durch den Lehrstuhl für Energieverteilung und Hochspannungstechnik (EVH) der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) begleitet wurden, war die Suche nach dem idealen Fahrzeug für die Zukunft. Durch das Überprüfen der Herstellerangaben beispielsweise zur Laufleistung und zum Stromverbrauch möchten Cottbusverkehr und die BTU, die mittels des Projekts die Nutzung Gleichrichterunterwerke (GUW) in die Ladeaktivitäten untersucht, weitere Erkenntnisse zu Ladestrategien und zur Speichernutzung gewinnen. Zukünftig sollen durch die Kopplung von Straßenbahn und Elektrobus bzw. Elektroauto CO2 eingespart sowie Elektromobilität und Individualverkehr gewinnbringend miteinander vernetzt werden.

 

Die Ziele auf einen Blick:

  • Suche nach den idealen Fahrzeugen für die Zukunft – zum Einsatz im Linienbetrieb und zum Einsatz als Dienstwagen
  • Vernetzung ÖPNV und Individualverkehr (Sicherung ökologischer Vorteile)
  • langfristige CO2-Einsparung durch Kopplung der Infrastrukturen von Straßenbahnen und Elektrobussen/Elektroautos
  • Überprüfung der Herstellerangaben (Laufleistung, Stromverbrauch, Fahrkomfort…)

 

Wir fahren Sie ins Grüne mit grüner Energie!

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