Parkeisenbahn blickt optimistisch auf die neue Saison

Dank eines umfangreichen Hygienekonzeptes und zahlreicher Schutzmaßnahmen konnte die Parkeisenbahn Cottbus erfreulicherweise pünktlich zu Ostern in die neue Saison starten. Am Karfreitag, 2. April 2021, um 10:00 Uhr wurde der Fahrbetrieb testweise aufgenommen. Seitdem rollen die Züge vor allem als Zubringer zum geöffneten Tierpark sowie als Entlastung des (motorisierten) Individualverkehrs entlang der 3,2 Kilometer langen Strecke zwischen dem Bahnhof Sandower Dreieck und dem Bahnhof Park & Schloss Branitz.

 

Parkeisenbahn startet mit Luca-App testweise in die neue Saison

Für den Betrieb gelten strenge Hygiene- und Abstandsregelungen. So gilt auf dem gesamten Gelände, das heißt, an den Bahnhöfen und Haltepunkten sowie während der Fahrt in den Waggons die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung (OP- oder FFP2-Maske) analog der Regelung im ÖPNV. Außerdem werden die Kontaktdaten der Fahrgäste erfasst. Seit Neuestem kann dies über die kostenfreie Luca-App erfolgen. An allen Wagons befinden sich dazu die entsprechenden QR-Codes, mit denen sich die Fahrgäste bequem und sicher registrieren können. Alternativ ist auch die Erfassung über Meldebögen möglich.

 

Cottbusverkehr-Geschäftsführer Ralf Thalmann erklärt zum Saisonstart der Parkeisenbahn: „Die Sicherheit unserer Fahrgäste und Mitarbeitenden hat oberste Priorität. Dass die Parkeisenbahn hierzu ein überzeugendes und gut funktionierendes Hygienekonzept erarbeitet hat, welches mit der Integration der Luca-App weiter ausgefeilt wurde, zeigen die Fahrgastzahlender letzten Tage. Trotz der kühlen Temperaturen, haben zahlreiche Familien das Angebot der Parkeisenbahn genutzt.“ Etwas mehr als die Hälfte der Fahrgäste hat sich während des Osterwochenendes für eine Registrierung über die Luca-App entschieden.

 

Die Luca-App ermöglicht dank der verschlüsselten und datenschutzkonformen Übermittlung der persönlichen Kontakt- und Besuchshistorie eine schnelle und lückenlose Kontaktrückverfolgung im Austausch mit den Gesundheitsämtern. Bei der Parkeisenbahn sind alle Wagen einzeln als sogenannte „luca locations“ im System registriert. Daten von Personen, die sich zeitgleich in einem Wagen befinden, werden auf diese Weise erfasst und anonymisiert an das Gesundheitsamt übermittelt.

 

Mit Volldampf durch die 67. Fahrsaison – Höhepunkte im Jahr 2021

Höhepunkt des Jahres wird zweifelsohne die Rückkehr der Dampflokomotive 99 3301, genannt „Graf Arnim“. Bis Ende 2008 war sie ausdauernd für die Parkeisenbahn Cottbus im Einsatz. Infolge verschiedener Schäden am Fahrwerk und am Kessel musste sie jedoch bis auf Weiteres abgestellt werden. Im Jahr 2019 gelang es endlich, die erforderliche Summe für die Reparatur durch Fördermittel und Spenden zusammenzutragen, sodass im benachbarten Tschechien die Hauptinstandsetzung begann. Derzeit befindet sich „Graf Arnim“ in den letzten Zügen der Aufarbeitung im tschechischen Ort Žamberk. Mit der feierlichen Inbetriebnahme in Cottbus wird derzeit am 18. Juni 2021 zum taggenauen 30. Geburtstag des Fördervereins (18. Juni 1991) gerechnet. Wenn es die Pandemie zulässt, werden auch alle Cottbuser*innen und Gäste herzlich willkommen geheißen, dies im Rahmen eines Kinder- und Familientages an besagtem Wochenende zu feiern. Näheres folgt rechtzeitig.

 

Was die Arbeiten für die Schmalspurbahn und die Stadt Cottbus bedeuten, weiß Denis Kettlitz, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Parkeisenbahn Cottbus: „Mit dem Baujahr 1895 ist ‚Graf Arnim‘ die älteste (bald wieder) betriebsfähige Schmalspur-Schlepptenderdampflok Deutschlands. Damit ist sie nicht nur eine besondere Attraktion für Familien und Fans, sondern auch ein erlebbares Stück Zeitgeschichte, für Technik-begeisterte und Eisenbahnenthusiast*innen.“ Ohne die gute Zusammenarbeit zwischen dem Betreiber und dem Verein, zwischen den haupt- und ehrenamtlich Tätigen, da sind sich Ralf Thalmann und Denis Kettlitz einig, wäre die Wiederinbetriebnahme der beliebten Dampflok nicht möglich gewesen.

 

Mit Blick auf die beginnende Saison ist der Cottbusverkehr-Geschäftsführer verhalten optimistisch: „Im letzten Jahr konnten wir mit insgesamt 39.708 Fahrgästen trotz des pandemiebedingt einen Monat später erfolgten Saisonstarts ein ganz hervorragendes Ergebnis einfahren. Das ist in erster Linie ein Verdienst unserer Mannschaft hier am Sandower Dreieck, welches mich optimistisch in die Zukunft blicken lässt.“ Auch diese Saison wird von der Pandemieentwicklung abhängen. „Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir erneut viele Fahrgäste auf der Rundfahrt durch die Parklandschaft begrüßen dürfen und, dass wir mit allen Maßnahmen ein Umfeld geschaffen haben, das einen größtmöglichen Hygieneschutz ermöglicht.“